Eisarsch 2018 – Mein äußerst subjektiver Reisebericht

1. Tag, Do, 22.02.

Ahrweiler – Gütersloh, 245km

Karte

Nach den monatelangen Vorbereitungen ging es nun endlich los, Donnerstagmittag setzte ich mich auf das bereits bepackte Gespann und machte mich auf den Weg Richtung Gütersloh, wo Norbert schon mit Bier und Bratwurst auf mich wartete.;-)

Das Wetter war traumhaft und die Temperaturen noch im positiven Bereich, daher hatte ich mich für einen Mix aus Landstraße und Autobahn entschieden.

Gespann im Sonnenschein

Bei einer Bäckerei, wo ich mir einen Kaffee und ein Teilchen gönnte und mich nach draußen setzte, weil man im A4 nicht in geheizten, geschlossenen Räumen sitzen kann:-D, fragte mich eine nette Dame ob das nicht noch etwas kalt zum Motorradfahren wäre, sie würden auch Motorrad fahren, aber die Temperaturen wären ihnen noch zu niedrig. Ich erklärte Ihr, daß es hier doch nicht kalt wäre, ich wäre auf dem Weg nach Norwegen, da wäre es kalt.:-D

Da staunte sie nicht schlecht, das sowas mit einem Motorrad möglich ist, mit den richtigen Klamotten kein Problem, erklärte ich ihr. Wir hielten dann noch ein Schwätzchen und ich machte mich dann gestärkt wieder auf den Weg.

Zu Hause wird sie wahrscheinlich erzählen, daß da so ein Bekloppter bei der Kälte vor der Bäckerei draußen gesessen hätte, der mit dem Motorrad nach Norwegen fahren würde.:-)

In Gütersloh angekommen, entledigte ich mich erstmal des A4, dann gab’s Bier und ein Teil des Abschiedskommitees machte seine Aufwartung.;^)


Waldorf und Stattler waren auch schon da

Wir bekamen von unserem Rallef noch dieses hybsche Kleinod, da konnte ja jetzt nix mehr passieren.:-D


Die treuen Gefährten standen noch sauber bereit.


Norbert schaut noch mal im Forum nach dem rechten.

In gemütlicher Runde am wärmenden Feuer ließen wir den Abend ausklingen und gingen zeitig zu Bett, schließlich mußten wir am nächsten Tag noch ein paar Kilometer Gespann fahren.


Felix ganz entspannt


Ein heimeliges Feuer, vielleicht das Letzte…

2. Tag, Fr, 23.02.

Gütersloh – Flintbek, 380km

Nach einem ausgiebigen Frühstück sattelten wir unsere Stahlrösser und machten uns auf in Richtung Flintbek zu Windi, der uns freundlicherweise für diese Nacht aufnehmen wollte, sodaß wir am nächsten Tag nur noch ca. 10km zur Fähre fahren mußten, das gab einem dann doch ein wenig Sicherheit.
Wir fuhren bei traumhaftem Wetter und angenehmen Temperaturen gen Norden, vorbei an diversen Nagelstudios(keine Maniküre, keine Pediküre:-D), die verstreut im Wald standen…


Norbert hatte noch dringende Geschäfte zu erledigen…;-)


…während die Rösser ruhig am Wegesrand grasten.:o)


Kleine Rast an der Elbe, Yachthafen Lauenburg


Flipper sah irgendwie auch schonmal besser aus…

Am frühen Abend kamen wir dann in Flintbek an und wurden dort schon von Windi und Deliah erwartet.
Wir durften in der großzügigen Ferienwohnung übernachten, dafür noch einmal unseren ganz herzlichen Dank an die Beiden für Kost und Logis!!
In Flintbek war es schon ganz schön frisch, wir zogen die warmen Klamotten an und gingen abends noch etwas in einem netten Laden in Flintbek essen.

 

3. Tag, Sa, 24.02

Flintbek – Kiel, 11km Straße

Kiel – Oslo, ca. 600 km Wasser


Unser nobles Domizil

Nach einer sehr ruhigen und angenehmen Nacht wurden wir noch mit einem tollen Frühstück versorgt um dann mit Geleitschutz zur Fähre gelotst zu werden, ein traumhafter Service.:-)
Dort waren schon fast alle versammelt und man konnte sich schon einmal ein wenig beschnuppern und kennenlernen.
Norberts Guzzi hatte seltsamen Ausfluss, der erstmal näher untersucht werden mußte, allerdings bekamen wir nicht heraus, was das für ein Zeug war, es kam glücklicherweise auch nicht wieder.


Was seicht denn da?:-/

Wir mußten zum Glück nicht lange warten, bis wir auf die Fähre konnten, denn in Kiel wehte ein eisig kalter Wind. Wir verabschiedeten uns noch bei Deliah, Chiare und Windi und fuhren dann in den Bauch der Fähre, wo es mollig warm war.

Die Sachen zusammengeklaubt, die man während der Überfahrt brauchte und dann konnte man sich schon in die Kabine begeben.


Sollte uns dieses Bild in der Kabine etwas sagen?:-o

Nachdem wir uns umgezogen hatten erkundeten wir erstmal das Schiff, was für ein Pott, eine schwimmende Einkaufsmeile mit Hotel, 13 Stockwerke hoch.:-o


Ein letzter Blick zurück


Der Eingang zur Burgerbar


Hätte ich das gewußt, wäre ich mit dem Hubschrauber gekommen :o)


Und die Konkurrenz


Hier aß man, wir aber nicht 😀

Um 15 Uhr war Treffen in der Burgerbar auf Deck 13 angesagt, zum spachteln und kennenlernen, die Burger waren sehr schmackhaft und die Mitstreiter stellten sich als sehr witzige und angenehme Zeitgenossen heraus, Motorradfahrer halt.;-)
Nach dem Essen gingen wir erstmal in die Bar einen Longdrink zu uns nehmen, noblesse oblige.


Cold Viking scheint zu schmecken


So ein Gin Tonic aber auch;-)

Danach fühlten wir uns etwas schläfrig und legten uns für ein paar Stunden auf’s Ohr, wir hatten heute ja so eine extrem lange Anfahrt zur Fähre gehabt, da ist man schon etwas groggy.:o)
Zwischendurch wurde ich mal wach und konnte gerade noch ein unscharfes Foto der Store Baelt Brücke machen.


Smørebrød …åhh.. Store Baelt Brücke

Nach dem Schläfchen trafen wir uns dann mit den anderen im Pub um noch die ein oder andere Gerstenkaltschale zu uns zu nehmen und uns besser kennenzulernen.

Leider merkte ich aber da schon, daß bei mir eine Erkältung im Anzug war, die Nacht schlief ich schlecht, obwohl man überhaupt nicht merkte, daß man auf einem Schiff fuhr, aber die Luft in der Kabine war sehr trocken wegen der Klimaanlage und ich hatte mit kratzendem Hals zu kämpfen.:-}

 

4. Tag, So, 25.02

Oslo – Skirva Fjellkirka, 185km

Etwas gerädert und mit deutlichen Erkältungssymptomen wurde ich wach, wir gingen erst einmal etwas frühstücken, aber so recht viel Appetit hatte ich nicht, ich zwang mir aber etwas rein, da wir ja heute noch gut 170km zu fahren hatten und das bei u.U. sehr niedrigen Temperaturen, wenn man dann Hunger hat, fängt man leicht an zu frieren. Ich warf mir noch zwei Aspirin rein und pünktlich um 10 Uhr legte die Fähre an und wir konnten uns mit unseren Gespannen aus dem warmen Schiffsbauch auf den Weg ins kalte, verschneite Oslo machen.


Warten und schwitzen

Es war erst mal sammeln und Gruppenfoto angesagt.


Erfrischende Minustemperaturen

Dann ging es los Richtung Skirva Fjellkirke, auf den ersten Kilometern gab es schon die ersten Probleme mit einer Ural, Salzlake hatte sich seinen Weg zu den Zündkerzensteckern gesucht und da für lustige Effekte gesorgt. Da wir uns auf einer Art Autobahn befanden, waren die Stopps recht abenteuerlich mit der ganzen Truppe.
Das Problem trat immer wieder auf, also entschied sich Georg, unser „Reiseleiter“, an eine Tankstelle zu fahren. Dort wurden dann die Beinbleche der Ural etwas tiefer gesetzt um Spritzwasser zu verhindern und das Problem war erstmal gelöst. Der Rest der Truppe konnte sich dann mit Kaffee oder Pølse eindecken, ich hatte weder an dem einen noch an dem anderen Interesse.:-/

In Sandvika machten wir noch einmal eine Tankstellenrast, diesmal um zu tanken, auch hier konnten mich die Pølse nicht locken.:-}


Bastelstunde

Ein netter Polizist mit seinem Polizeiauto fragte nach unserem Befinden und versuchte herauszubekommen, ob die Straße, die wir fahren wollten auch wirklich passierbar ist, die Auskunft war aber leider falsch.:-D
Einige ließen es sich nicht nehmen das Polizeiauto zu fotografieren, immer wenn der Polizist dies mitbekam, schaltete er das Blaulicht ein.:o)

Wir fuhren dann weiter auf der doch stark befahrenen E18, bei Drammen wechselten wir dann auf die E134, die nicht mehr ganz so stark befahren war.
Dann ging es weiter über die 37 um dann auf die 364 zu wechseln, wo dann auch mal richtig Schnee und Eis auf der Fahrbahn vorzufinden war. An einem Rastplatz machten wir eine Pause um die Spikes in die Reifen zu schrauben, unser Reiseleiter Georg meinte, vorne würde erstmal reichen, ein Fehler, wie sich später erwies.


Das Gespann sah schon ziemlich eingesaut aus

Das Einschrauben der Spikes nimmt etwas Zeit in Anspruch und mit den kleinen Dingern und kalten Fingern dauert das auch einige Zeit bis so um die 200 Spikes pro Reifen eingeschraubt sind.:-}

Johannes, der neben seinem Sohn auch noch irgendwie eine Feldküche auf seinem Gespann transportierte, versorgte uns mit heißem Kakao, Suppe und Kaffee, aber auch das konnte mich nicht so recht begeistern.:-}


Die Mutter der Kompanie bei der Essenszubereitung


Und der ganze Tross

Dann ging es weiter Richtung Austbygdi, von da aus sollte es dann hoch zur Kirche gehen, ich fühlte mich inzwischen richtig scheisse, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und es fröstelte mich leicht, ich wollte jetzt nur noch ankommen. Aber da war der Schicksalsberg vor.:-)
Wir fuhren zügig die kleine Straße Richtung Fjellkirke hoch und es ging auch ganz gut vorwärts, auch ohne Spikes, doch dann kam ein recht steiles, teilweise vereistes Stück mit einer ordentlichen Rechtskurve und da war ich wohl nicht schnell genug und verhungerte im Hang.:-(
Ging mir aber nicht alleine so, mit vereinten Kräften, zwei Gespannen, die mich zogen und jeder Menge menschlichem Ballast schafften wir es dann irgendwann den Berg hoch.
Während der Aktion habe ich mich dann auch noch der Länge lang hingelegt, weil ich auf dem Eis ausgerutscht bin, und rücklings aufgeschlagen bin, glücklicherweise hatte ich den Helm an, der Schlag mit dem Kopf auf den Boden war nicht von schlechten Eltern. So langsam hatte ich die Schnauze voll…

Ich muß hier aber mal ein großes Lob an die Norweger aussprechen, obwohl wir da den Hang komplett mit unserer Aktion blockiert hatten, blieben die Norweger ruhig stehen und warteten ohne Huperei bis wir fertig waren und boten teilweise sogar ihre Hilfe an. Das erlebten wir während der ganzen Tour, daß die Norweger auch sehr viel Interesse an uns Bekloppten hatten und einen gerne mal löcherten ob das nicht kalt wäre und das von Leuten, die beim ersten Sonnenschein und 5 Grad plus in T-Shirt und kurzer Hose rumrennen.;-)

Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich besser gewesen, den Hang noch einmal runterzufahren und mit mehr Anlauf da rauf zu fahren, aber hinterher ist man ja immer schlauer. Zum Fotos machen bin ich da gar nicht gekommen und das ging den anderen wohl auch so, soweit ich weiß gibt’s leider keine Bilder von der Aktion.

Nun ging es weiter, aber nur ein Stück, in der Straße war eine Spurrinne in die ich reinfuhr, es aber auch nicht schaffte da raus zu kommen und blieb mit dem Beiwagen in der Schneewehe am Straßenrand hängen, Norbert passierte das Gleiche.:-D
Ich versuchte mein Gespann da raus zu ziehen und wieder fragte ein freundlicher Norweger auf Deutsch, ob er mir helfen könne, ich schaffte es aber aus eigener Kraft und dankte ihm für das Angebot.
Jetzt wollte ich nur noch in die Kirche, ich fuhr los und blieb stur am Gas und bretterte alleine die 8km durch die nun hereinbrechende Dunkelheit und fuhr an der Kirche vorbei.:-D
Aber nur ein Stück, also zurück und dann hatte ich die Einfahrt gefunden, geschafft, ich rödelte mein Gepäck ab, fragte Georg ob es auch eine Einzelquarantänezelle geben würde, gab es, die Sakristei.:-)


Meine Zelle mit geistlichem Zugang:o)

Ich packte meinen Schlafsack aus und legte mich gleich rein, leichter Schüttelfrost überkam mich, gegen sieben Uhr meinte Norbert ich solle doch was essen kommen, was ich dann auch machte, obwohl ich nicht so recht Appetit hatte. Während ich da so an meinem Leberkäse mit Käsespätzle mümmelte, hielt mir Frank einen Vortrag über die Heilkraft der Zwiebel bei Erkältungen.
Ich verkrümelte mich dann wieder in meine Sakristei und kuschelte mich, eingepackt mit aller Funktionswäsche, die ich dabei hatte in meinen Schlafsack.
Kurze Zeit später ging die Tür auf und der Druide Frank nötigte mich mir Zwiebelscheiben in die Socken und auf die Brust zu packen und ein wasserähnliches Getränk zu mir zu nehmen, ich war zu schwach um mich zu wehren.;-)

 

5.Tag, Mo, 26.02.

0 km 🙁

Nach einer recht unruhigen Nacht im Zwiebeldunst, bei der meine größte Sorge war, daß mir beim pinkeln gehen, die Zwiebelscheiben von der Brust in die Hose rutschen würden, wurde ich wach, es war schon reges Treiben im Haus.
Ich fühlte mich tatsächlich etwas besser, ob es an den Zwiebeln lag oder an dem, der da in meiner Kemenate hing…

…man weiß es nicht.:-D

Ich entschied mich aber trotzdem, die heutige Tour besser auszulassen. Da muß Euch dann Norbert erzählen, wie die war.
Ich schaute noch dem in Zukunft allmorgendlich stattfindenden Startritual zu, die Motorräder reagierten manchmal etwas unwillig bei Temperaturen jenseits der 15 Grad, minus wohlgemerkt.


Na, kommt die denn heute morgen?


Blick aus dem Fenster


Alle Maschinen laufen, bis auf eine…meine.:-(

Ich verbrachte den Tag alleine in der Kirche, nutzte die Zeit aber noch die Spikes ins Hinterrad zu drehen, ein Selfie zu machen, Bilder von der Kirche zu machen und ein bißchen auf dem Klavier zu klimpern, dann legte ich mich wieder ins Bett.


Schon ganz schön vereist und das nach gerade mal 180km


Der Iwan war auch da…:o)

Ein paar Bilder vom Innenraum der Kirche

Der Aufenthaltsraum mit Kamin und Esszimmer


Der Altarraum


Die Lounge.;-)


Und der Blick aus dem verschneiten Fenster


Das Herzstück, die Küche

Gegen 15 Uhr trudelte dann Norbert ein, der sich nach einem Dreher irgendwas gezerrt hatte und keine Lust mehr auf Gespann fahren hatte, also widmete er sich dem Trinken von Medizin.:-D


Es ist angerichtet


Die Moppeds sind schon schlafen gegangen

Es dauerte aber auch nicht lange, bis der Rest der Truppe wieder eintrudelte.
Aber auch an diesem Abend war ich nicht sehr gesellschaftsfähig, ich aß zu Abend, Kjöttbullar mit Lauch und Reis, dann legte ich mich wieder ins Bett und hoffte, daß ich diese Nacht von den Druidenzwiebeln verschont bleiben würde.:-D

 

6. Tag, Di, 27.02.

Skirva Fjellkirka – Gaustatoppen, ca. 120km

Ich hatte mir den Wecker auf 8 Uhr gestellt, um 10 Uhr sollte Abfahrt sein, ich fühlte mich etwas besser als ich aufstand.
Allerdings wurde das mit jeder Minute, die ich auf war wieder schlechter, ich überlegte schon wieder zu Hause zu bleiben.
Aber was so ein echter Winterfahrer ist, der lässt sich ja nicht von so einer blöden Erkältung abhalten, ich entschloss mich mitzufahren, koste es was es wolle. Das war auch eine gute Entscheidung, denn das heutige Erlebnis hat mich und auch die anderen nachhaltig beeindruckt.
Ich warf zwei Aspirin, frühstückte und machte mich zu meiner W auf, es war arschkalt, um die -15 Grad, die W sprang aber recht schnell ohne fremde Hilfe an, ich war erstaunt, einige andere mußten mit Föhn und Starthilfe oder Anschleppen ihre Moppeds zum laufen überreden.

Die meisten Probleme machte die alte Guzzi von Dietrich, da wurde gebastelt und geschraubt um das Ding zum Laufen zu bringen, es half aber nichts, sie wollte nicht, in einem Vergaser war der Gasschieber fest, sie startete nur auf einem Zylinder, irgendwann kam dann der Zweite dazu und das Ding drehte dann jubelnd hoch. Dietrich blieb dann zu Hause und beschäftigte sich mit seiner Guzzi, ab dem nächsten Tag lief sie dann recht problemlos.


Alles aufsatteln…


…und los geht’s

Die Tour ging in Richtung Rjukan zum 1883m hohen Gaustatoppen, quasi dem Fujijama von Norwegen.;-)
Auf diesen Berg führte eine recht steile, mit Serpentinen gespickte, vereiste Straße, erst ging es aber mal ein paar Kilometer am Tinnsjø vorbei, das Wetter war sehr „milchig“, weißgrauer Himmel und ein eisiger, kalter Wind.
Wir fuhren dann die Straße zum Gaustaltoppen hoch, vorbei an gefrorenen Wasserfällen und tollen Ausblicken auf die Umgebung, erstaunlich wie leicht man mit eingeschraubten Spikes diese doch recht steile und vereiste Straße hinauf kam.

Wir kamen irgendwann auf einer Plattform an, auf der es nicht mehr weiter ging und das war sehr bizarr, wir erlebten hautnah einen sogenannten Whiteout, es ließen sich keinerlei Anhaltspunkte mehr erkennen, wo die Erde aufhörte und der Himmel anfing, man hatte das Gefühl sich in einem riesigen, weißen Raum zu befinden, dessen Wände und Decke man aber nicht ausmachen konnte. Die Bilder können das allerdings nur bedingt transportieren.

Ich fand das sehr beeindruckend und ich war froh, mich doch aufgerafft zu haben, die Tour mitzufahren.
Wir fuhren wieder zurück, mir war aber eine Auffahrt aufgefallen, die ich gerne auch noch mal erkunden wollte, ich fuhr den fast konturlosen Weg hinauf und erreichte eine weitere Plattform, die genauso weiß war, wie die Untere, nur befand sich dort eine Bergstation, das einzig Dunkle, das man erkennen konnte. Von dort aus geht wohl die Gaustabahn auf den Gipfel des Gaustatoppen, beides war aber nicht auszumachen.


Die Station


W im Whiteout

Irgendwann kam dann auch Norbert dort hin, nachdem er ein paar Fotos geschossen hatte, fuhren wir weiter zum nächsten Parkplatz, dort war eine Skipiste und man konnte sich in der Berghütte ein wenig aufwärmen und etwas zu Essen zu sich nehmen.

Wir erzählten der Truppe, daß wir noch auf der Station gewesen sind, da wollten die dann natürlich auch noch hin. Also machten wir das und fuhren (fast) alle nochmal da rauf, ein Gespann schaffte es wegen mangelnder Spikes allerdings nicht.

Dann ging es nach Rjukan, wo die Truppe noch einen „Stadt“bummel machen wollte, danach stand Norbert und mir aber nicht der Sinn, wir fuhren dann gen Heimat und kauften unterwegs noch ein, da wir am Mittwoch ja mit Kochdienst dran waren.
Der Rest der Truppe machte nach dem Stadtbummel noch einen kurzen Abstecher zum Kraftwerk Vemork, das wir dann alle am Freitag besuchen wollten.
Auf dem Weg zur Kirche gab’s mal wieder Probleme am Schicksalsberg, den ich diesmal eigentlich mit Spikes dachte besser bewältigen zu können, in der Kurve gab ich etwas zu viel Gas und landete nach einer halben Drehung in der Schneewehe, grummel. War aber nix passiert und ich konnte mich mit eigener Kraft wieder befreien.

Guido, der Schweizer, hatte an dem Tag Geburtstag und kredenzte uns am Abend einen Elchbraten mit Sauce an Nudeln.
Mir ging es etwas besser, ein Bier wollte mir aber immer noch nicht so recht schmecken, also nahm ich noch zwei „Böse“ als Medizin zu mir und ging dann auch früh zu Bett.

Und noch ein kleines Video vom heutigen Tag und von Freitag, leider hat’s nen fetten Fussel.:-/

Beim ersten Teil, der Startzeremonie, lässt sich die Kälte, die morgens herrschte ganz gut erahnen und miterleben.

 

7. Tag, Mi, 28.02.

Skirva Fjellkirke – Tinn Austbygd Tankstelle, ca.50km

Die Nacht war sehr kalt, am Morgen waren es immer noch so -20 Grad, und es ging ein eisiger Wind, die Truppe war schon wieder emsig dabei die Karren ans Laufen zu bringen. Mir ging es aber besser und so versuchten Norbert und ich auch unser Glück, während Norberts Guzzibatterie recht schnell aufgab, hielt die W Batterie etwas länger durch, fing aber auch an zu schwächeln.
Wir beschlossen erstmal zu Hause zu bleiben und vielleicht später noch eine kleine Runde zu drehen.
Die Truppe fuhr pünktlich, wie immer, um 10 Uhr los, wir wissen aber nicht mehr wohin…

Wir machten es uns in der Kirche gemütlich, schauten uns in dem verwinkelten Gebäude mal richtig um und erkundeten auch die
letzten Geheimnisse, u.a. landeten wir im Glockenturm.

Danach machten wir erstmal ein Schläfchen, währenddessen lud die Guzzibatterie auf. Gut ausgeruht versuchten wir dann noch einmal unser Glück, die Moppeds zu starten. Die W sprang mit Hilfe eines Powerboosters an und die Guzzi konnte mit Starthilfe der W zum Leben erweckt werden.

Wir machten aber nur eine kurze Tour zur Tanke um zu tanken und evtl. ein Pølse zu essen, leider gab es nur Pizza und Døner.:-(
So langsam wurde die Zeit knapp noch ein Pølse zu ergattern.;-)
Also fuhren wir wieder zurück, Norbert hatte den Tiefschnee unterschätzt und setzte in einer Haltebucht auf dem Schnee auf, aber schließlich hatte er ja eine neue, norwegische Schneeschaufel um sich wieder auszugraben, da mir das zu anstrengend war, habe ich lieber Fotos gemacht.;-)

Und hier noch ein paar Impressionen um und aus der Kirche

Abends waren wir dann mit Kochen dran, während ich schnibbelte machte sich Norbert unnützlich.]:-)


Nudeln ala Ääd.


Walle, walle…

Trotz des etwas trägen Herdes und der schweren Pfannen klappte die Kocherei ganz gut und das Essen schien den Leuten geschmeckt zu haben.

Gruß in die Küche

von vorne…


und von hinten…:-D

Mir ging es inzwischen wieder recht gut, das Bier schmeckte auch schon besser.:-D
Leider kränkelten jetzt auch ein paar andere Mitfahrer, die ich wohl, trotz Quarantänestation, mit meinen Viren angesteckt hatte.:-/


Obwohl das Feuer behaglich brennt…


…hat der Nixnutz Heißes im Kalten im Sinn.


Erstmal abschmecken…

Da in der Küche kistenweise Glühwein stand, beschloss Norbert eine Glühweinparty zu veranstalten, da er aber der Meinung war, daß man Glühwein nicht im Warmen trinken kann, verlagerte er die ganze Aktion nach draußen, inzwischen waren es schon wieder weit unter -15 Grad. Interessanterweise machten alle mit.:-o

Glühwein gab’s jedenfalls genug


Die Glühweinpyramide


LED Lichttest:-D

Da Glühwein nicht so meins ist und ich ja auch noch in der Rekonvaleszenz war, trank ich mit Todesverachtung eine Tasse Glühwein und verdrückte mich dann wieder ins Warme, der größte Teil blieb aber draußen und amüsierte sich, deutlich hörbar, wohl köstlich.:-D
Unter anderem wurde auch dem Norweger mit der Schneefräse ein Glühwein angeboten, aber er lehnte dankend ab.;-)


Der Nixnutz hat was angerichtet:-D

Nach zwei Stunden kamen die Jungs wieder rein und wir hatten noch einen gemütlichen Abend am Kamin.

 

8. Tag, Do, 01.03.

Skirva Fjellkirka – Heddal, 188km

Eigentlich hatte Georg vor gehabt heute das Kraftwerk Vemork zu besichtigen, da aber für den heutigen Tag ein traumhaftes Wetter vorhergesagt wurde entschied er sich für eine Tour nach Heddal, zur größten Stabkirche Norwegens und die Besichtigung auf Freitag zu verschieben, wo das Wetter nicht mehr ganz so doll werden sollte.


Blick aus meiner Schlafstatt, es gefiel mir, was ich sah:-D

Die allmorgendliche Prozedur, frühstücken, warm anziehen und Moppeds zum Leben erwecken wurde wieder generalstabsmäßig durchgeführt. Da es nicht ganz so kalt war an diesem Morgen, sprang mein Baby recht gut an, erstmal laufen lassen und sich richtig warm anziehen.


Winterydill

Also ging es erstmal wieder nach Austbygd und dann auf die 37 um schnell nach Heddal zu kommen, zurück sollte es wieder durch die Berge gehen.


Der teilweise zugefrorene Tinnsjø


Die obligatorische Pinkelpause

In Heddal angekommen, mußten wir erstmal feststellen, daß die Stabkirche nicht zu besichtigen war und, viel schlimmer, daß das Café an der Stabkirche geschlossen hatte, also kein Aufwärmen und erst recht kein Pølse, dabei wäre das da gerade nötig gewesen, dort war es sowas von kalt, sobald man die Handschuhe ausgezogen hatte, meinte man alle Finger fallen gleich ab.

Ich bin dann zur Stabkirche marschiert und habe ein paar Fotos gemacht, ich wollte zwar noch mehr machen, aber meine Finger waren inzwischen so schmerzhaft kalt, daß ich im Schweinsgalopp zurück zu meiner W bin, Motor an, Heizgriffe auf volle Stufe und erstmal Fingerchen wärmen.:-o

Nachdem alle die Kirche besichtigt und abgelichtet hatten fuhren wir zur nächsten Tankstelle und da gab es dann auch endlich PØLSE!! Also gleich mal ein Ostepølse mit Speck und løk geordert und zum Nachtisch noch ein normales Grillpølse med løk, mmhh, lecker.
Norbert und ich setzten uns von der Truppe ab, weil wir noch ein wenig photographieren wollten und nicht die ganze Truppe aufhalten wollten. Wir hielten ein paar Mal an und wurden dann aber nach und nach von der restlichen Truppe überholt.

Zurück ging es dann über die 364 durch die Berge bei traumhaftem Wetter und tollen Ausblicken.

Bei dem Versuch eine Schneewehe zu erklimmen, machte Norbert erstmal einen Kniefall vor der grandiosen Landschaft.:o)

Bei der Ural des Druiden war das Radlager fritte, also mußte die Ural erstmal nur mit zwei Rädern auskommen, ich hatte mich sowieso gefragt was das 2WD auf den Urals bedeutet, jetzt wußte ich es.:o)


Radlose Ural


Und ihr Besitzer, Frank, der Druide:-D

Abends gab es dann leckeres Sauerkraut mit Kartoffelpüree, fränkischer Leberwurst und Kassler, sehr schmackhaft.
Wir saßen noch in gemütlicher Runde am Kamin und um den Kamin herum und ließen es uns einfach gut gehen.

 

9. Tag, Fr. 02.03.

Skirva Fjellkirke – Vemork Kraftwerk, 142km

Heute war also Vemork angesagt, wem das jetzt nicht so viel sagt, es handelt sich um ein Wasserkraftwerk neben dem eine Anlage für die Produktion von Wasserstoff errichtet wurde mit dem Nebenprodukt schweres Wasser. Die Nazis nutzten diese Anlage und die Allierten gingen davon aus, daß diese dabei waren eine Atombombe zu entwickeln und setzten alles daran die Produktion zu verhindern. Spannende Geschichte, wer mehr erfahren will, kann ja mal hier lesen

Es wurde also wieder die allmorgendliche Prozedur abgespult, heute morgen war es nicht ganz so kalt, um die -10 Grad, die W sprang recht problemlos an. Also wieder etwas blubbern lassen und dann in den A4 gesprungen.


Schmutziges Welein an der Tanke in Austbygd

Es konnte losgehen, wir fuhren wieder die 37 Richtung Rjukan um kurz vor Rjukan zum Kraftwerk abzubiegen, das Kraftwerk liegt hinter einer recht tiefen Schlucht auf einem Felsvorsprung, diese Kluft galt es mit Hilfe einer schmalen Hängebrücke zu überwinden.:-/


Einer der vielen, hybsch anzusehenden, gefrorenen Wasserfalle

Also allen Mut zusammengenommen und drüber, war dann doch nicht so schlimm wie es aussah.;-)

Wir enterten das Museum und kauften Karten um uns die Anlage dann anzusehen, ich werde jetzt hier keinen Vortrag halten und lasse einfach mal Bilder sprechen.


Auch ein Motorrad, sogar mit Beiwagen, gab’s zu sehen


Der Hauptschüler bildet sich]:-)

Kleiner Tipp am Rande, niemals beheizte Räume mit A4 und Heizsohlen betreten.;-)

Nachdem wird die Besichtigung beendet hatten, schlug ich vor noch ein wenig die 37 entlang zu fahren, da die Straße von Vemork aus recht vielversprechend aussah. Dieser kleine Abstecher hatte sich wirklich gelohnt, wir fuhren ein Stück durch die Berge über eine kleine Ebene, vorbei an Eisanglern und kleinen Hütten, ich bog dann zu einem Hotel und dem Hardangervidda Nationalparcenter ab.
Dort gab es einen Parkplatz und von diesem Parkplatz bot sich dieser Ausblick.

Ein grandioser Anblick, der uns wirklich beeindruckt hat.
Wir konnten uns davon kaum lösen, fuhren dann aber doch so langsam wieder zurück Richtung Kirche, wo wir dann auch wohlbehalten und glücklich, ob des tollen Tages, wieder eintrudelten.


Noch ein Blick auf das Wasserkraftwerk…


…und die Hängebrücke

Da der Koch für diesen Abend leider ausgefallen war und der Beikoch nicht kochen konnte, wurden die Reste der vergangenen Tage neu verarbeitet und zu einem schmackhaften Allerlei aus Nudeln, Sauerkraut, Leberwurst und Kartoffelpüreeplätzchen verwurstet, war lecker.:-)

Der Abend wurde nicht ganz so lang, wie die Abende vorher, da ein Teil der Truppe, u.a. eben auch Norbert und ich, am nächsten Tag recht früh raus mußten um die Fähre rechtzeitig zu bekommen, also ein Bier weniger getrunken, noch ein wenig vorgepackt und ab in die Heia.

 

10.-12. Tag, Sa.-Mo., 03.03.-05.03.

Skirva Fjelkirka – nach Hause, 795km

Um halb sechs klingelte der Wecker, das war ich ja nun gar nicht mehr gewöhnt.;-)
Um sieben sollte Abfahrt sein, also mußte man sich ein wenig sputen um die üblichen Erledigungen am Morgen hinzubekommen.
Morgentoilette, Packen, Frühstück, Mopped starten, Gepäck aufladen, A4 anziehen klappte bestens.
Um 10 nach 7 war die Truppe auf der Straße, es klappte alles, inkl. Tankstopp mit Pølse, wir kamen recht früh an der Fähre an und hatten so noch genügend Zeit, die Spikes wieder zu entfernen.

Die W sah ganz schön mitgenommen aus.:-(

Und Dietrich hatte wieder gut zu tun.;-)

Die Burgerbar

Die Überfahrt gestaltete sich ähnlich wie die Hinfahrt und am Sonntag um 10 Uhr landeten wir pünktlich in Kiel, wo es ganz schön kalt war und wir froh waren doch noch unsere „norwegische Verpackung“ gewählt zu haben.

Am Fährhafen wartete dann auch noch Windi um uns zu begrüßen, leider hatten wir nicht viel Zeit, da wir noch zusammen tanken wollten, wo dann die große Verabschiedung stattfinden sollte, was wir dann auch machten. Nach tränenreichem Abschied fuhren Norbert und ich dann Richtung Gütersloh, wo ich noch eine Nacht blieb um am Montag dann Richtung Heimat zu fahren und dort auch wohlbehalten anzukommen.

 

Fazit:
Was soll ich schreiben, ein, zwei Tage vor der Abfahrt war ich noch etwas skeptisch, ob ich mir da nicht ein wenig zu viel zugemutet hatte und ob meine Maßnahmen, die Kälte von mir fernzuhalten auch wirklich fruchten würden, denn so richtig testen konnte ich das ja im Vorfeld nicht, es war viel zu warm in Deutschland.:-)
Dann die Frage, ob man das mit Eis und Schnee auf der Fahrbahn gebacken bekommt, Gespann fahren auf trockener Straße ist ja schon nicht ganz einfach, aber bei den Straßenverhältnissen?
Im Nachhinein waren diese Ängste völlig unbegründet, alles klappte und funktionierte so wie wir es geplant hatten.
Gefroren habe ich auf dem Gespann nie, eher mal, wenn man seine Moppedklamotten nicht an hatte und draußen war.;-D
Die Spikes verliehen einem ungeahnten Grip auf Straßen, die so glatt waren, daß man sie kaum zu Fuß begehen konnte.

Die Tour war wirklich der Knaller, ein Erlebnis, das ich sicher nicht so schnell vergessen werde, es war wunderschön, diese kalte, klare Luft kennt man hier ja kaum noch(obwohl es ja zu der Zeit wohl auch in Deutschland ordentlich kalt war:-)
Die Leute waren durch die Bank angenehme und interessante Zeitgenossen, die der positiven Beklopptheit huldigten.;^)
Die Kälte konnte man sehr gut aushalten, selbst -20 Grad waren noch gut ertragbar.

Georg hat das Event wirklich sehr gut geplant und alles hat reibungslos geklappt, tolle Touren und Besichtigungen brachten jede Menge Spaß und den ein oder anderen Aha Effekt konnte man auch noch mitnehmen.

Solch eine Tour im Winter mit dem Gespann könnte ich mir durchaus noch einmal vorstellen, dann aber mal ohne Rüsselpest.;-)

Nochwas zur Ausrüstung, das soll aber keine Werbung sein, nur Hinweise auf Dinge, die sich für mich bewährt haben, vielleicht kann es ja mal einer brauchen.
Sehr bewährt haben sich die Einmal-Heizsohlen von Heat Company, die Dinger halten wirklich gut 8 Stunden durch, in Kombination mit den Sorel Stiefeln und Cordura Socken hatte ich nie kalte Füße damit, selbst bei -20 Grad, nicht.

Über den A4 braucht man nicht viel schreiben, das Ding ist ne Macht bei Kälte, mit ein wenig Funktionsunterwäsche darunter bleibt man auch bei extremen Minustemperaturen warm und das bei sehr guter Beweglichkeit.
Ein Nachteil hat er allerdings, man darf nicht in Innenräume damit gehen oder bei Temperaturen über +5 Grad damit fahren.;-)

Die Immlerreifen, wenn auch teuer, haben sich mehr als bezahlt gemacht, selbst ohne Spikes kommt man damit schon sehr weit, mit Spikes gibt es fast keine Grenzen.

Heizvisier ist fast Pflicht, ich hatte einmal vergessen mein Kabel vom Heizvisier einzustöpseln, da gefror schon nach wenigen Minuten innen das Kondenswasser vom Atem und das obwohl es sich bei dem Heizvisier um ein Doppelvisier handelt.

Das soll’s dann mal gewesen sein, ich hoffe der Reisebericht hat Euch ein wenig gefallen und ich bekomme viele Likes dafür.:o)

2 thoughts on “Eisarsch 2018 – Mein äußerst subjektiver Reisebericht”

  1. Maggi, Maggi, Maggi, der Druide hat Deinen wunnebaren Bericht gerade mit Begeisterung gelesen, stellenweise könnte ich mir lautes Lachen nicht verkneifen und die gesamte Tour wurde wieder lebendig.
    Hab Dank dafür 👍😁

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