Stefan testet seine Ausrüstung

Kleine Generalprobe oder: Bereue ich die Teilnahme schon?

Als Nachzügler der Eisarsch Truppe (habe mich ja erst im Dezember bei Georg (an)gemeldet habe ich natürlich noch allerhand vorzubereiten, damit ich im Februar dann mit der richtigen Ausrüstung viel Spass haben werde. Vor 10 Tagen habe ich habe ich in der Wetter App bemerkt, dass es in Samedan (Engadin, Schweiz) schon fast richtig skandinavisch kalt werden soll. Also nichts wie hin, um die Dinge in der Praxis zu testen, minus 27 Grad sind ja schon mal nicht schlecht!

So fuhr ich am Sonntag also hin, auf der Autobahn war dank des Schneefalls schon allerhand los.

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Ohne den 2 WD wäre ich allerdings nicht mal bei mir Zuhause weggekommen,  da die Strasse schon dort zu steil und vor allem zu rutschig war.

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Durch den Schneefall und meiner verspäteten Abreise wählte ich schlussendlich den Vereina Autoverlad anstelle des Julierpass, um schneller zum Ziel zu gelangen. Die Kassiererin schüttelte schon ein bisschen den Kopf als ich ihr erklärte das ich nach Samedan auf den Camping fahren wolle, um dort im Zelt zu übernachten, quasi als Vorbereitung zu den minus 39 in Gällivare!

Auf dem Camping angekommen baute ich sofort das Zelt auf, pumpte die Schlafmatte auf und legte den Schlafsack aus. Auch die Installation des Innen/ Aussenthermometer durfte nicht fehlen, wollte ja schliesslich wissen wie gross der Temp. Unterschied zwischen Zelt und „Draussen“ ist.

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Nach dem Essen schlief ich zufrieden ein. Als Warmblüttler „natürlich“ nur mit langer Merino Unterwäsche und oben mit einem normalen T-Shirt angezogen. So gegen 2 Uhr Nachts wachte ich dann auf weil ich leicht kalt hatte. Also langes Merino Oberteil angezogen und die Jacke über den Schlafsack gelegt. Dann schlief ich durch, bis es gegen 7:30 hell wurde. Offenbar ist der Carinthia Defence 6 für mich genug warm! Beim Aufwachen hatten wir dann auch die Gällivarischen Temperaturen:
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Ich war erstaunt wie gross der Temperaturunterschied war!

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Im Zeltinnern hatten sich kleine Eisschichten gebildet.
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Also aufgestanden, ab in die eiskalten Sorelschuhe und Frühstück bereit machen. Mein Plan war Haferflocken mit warmer Milch zu essen. Also zuerst mal die Milch aufgetaut und dann gegessen. Krass war, wie schnell das Essen auskühlte!

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Beim Frühstück zubereiten, anschliessendem Zeltabbau und Einpacken bemerkte ich, was in der Kälte nun noch funktionierte und was nicht: Meine heissgeliebten Ortliebtaschen beispielsweise waren derart steif, dass ich sie nicht mehr zusammenrollen konnte. Auch das Feuerzeug mit Piezozündung funktionierte nicht mehr, ebenso hatte der Powerbank zum Aufladen des Handys versagt. Meine Sony RX III lies sich ebenfalls nicht mehr einschalten.

Nur Olga, die startete auch bei minus 27.5 Grad

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So fuhr ich dann los Richtung Julierpass. Und dort kam Olga richtig ins Element. Schön verschneite Strasse mit wenig Verkehr bei eisigen minus 15 Grad, toll! Ein wenig Driften konnte ich auch schon!

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Zusammenfassend kann ich sagen:

  • Minus 27 Grad ist schon verdammt kalt!
  • Auf meine aktive geheizten Handschuhe, Schuhsohlen und Jacket möchte ich nicht mehr verzichten!
  • Eine Sitzheizung wird nachgerüstet, am Arsch fror ich ziemlich!
  • Der Test war sehr lohnend um zu sehen ob was und wie noch funktioniert!

 

Ich freu‘ mich auf Norwegen und Schweden in 3 Wochen!
Stefan

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